Der Umbau meines Einhell SGA 175 Turbo

Zur Vorgeschichte:

Vor ein paar Wochen hatte ich die "ehrenvolle" Aufgabe an einem TZK-5 den kompletten Boden sowie die vordere Planke auszutauschen.
Hier ist ein THK-5 abgebildet, da ich leider kein Bild vom TZK-5 habe. Der einzige Unterschied, der THK-5 kippt per Hydraulik und der TZK-5 per Zahnstange.

THK-5
Einhell SGA 175 Turbo Ich musste aber schnell feststellen, dass mein Einhell SGA 175 Turbo bei einer solchen Aufgabe an seine Grenzen stößt.

Nicht nur das der ja schon bekannt schwache Drahtvorschubmotor seine Arbeit fast aufgeben wollte, so ist auch ein 2 Meter langes Schlauchpaket und ein 1,6 Meter Massekabel für solche Aufgaben völlig unter-dimensioniert.
Ich muss aber zugeben, dass mich die Länge (bzw. die Kürze) des Schlauchpakets in meiner Werkstatt nie an Grenzen gebracht hat, da ich dort einen festen Schweißplatz habe.

Hier sollte ein vernünftiger Umbau beginnen.

Der originale Drahtvorschub des SGA 175 Turbo ist vermutlich aus einer Puppenstube übernommen worden.

Ich konnte mich aber noch glücklich schätzen, dass ich ein "rotes" Einhell Gerät habe. Bei diesen waren die Zahnräder noch aus Metall. Bei den "neuen" schwarzen Einhell Geräten sind diese aus Kunststoff.

Vorschubmotor SGA 175 Turbo
Vorschubmotor SGA 200 / SGA 250 Und das soll er nun sein.

Ein Drahtvorschubmotor aus einem Einhell SGA 200 bzw. SGA 250 die leider beide nicht mehr gebaut werden.

Mit ein wenig Glück bekommt man so etwas wie ich bei ebay.

Der neue Drahtvorschubmotor in meinem SGA 175 Turbo.

Aus der Gehäusezwischenwand musste ein Stück heraus getrennt werden, da der neue Motor wesentlich größer als der Originale ist.

Einhell SGA 175 Turbo mit neuem Drahtvorschubmotor
Drahtvorschubmotor im Vergleich Hier ist der Größenunterschied mal im direkten Vergleich zu sehen.

... is doch süß der Kleine aus dem Barbie-Regal...

An Stelle der heraus getrennten Zwischenwand habe ich eine 15 mm starke Platte aus Coplast eingesetzt.
Einen Haltewinkel wie oben links zu sehen, habe ich auch unten links angebracht. Auf der rechten Seite ist das Coplast direkt mit der Zwischenwand verschraubt.

Durch das Benutzen von Coplast ist auch folgendes Problem gelöst:
Der Drahtvorschubmotor muss vom Gehäuse des Schweißgerätes isoliert werden, da an ihm der Schweißstrom direkt anliegt.

Coplast wird in der Herstellung von Aluminium und Stahlfassaden benötigt.
Ein Metallbauunternehmen oder auch ein Fensterbaubetrieb kann Ihnen sicher für kleines Geld ein Stück verkaufen.

Coplast Rückwand
Ausfräsung am Massekabel Hier war es etwas eng !

Die Coplast Platte musste - wie auf dem Bild zu sehen - ein wenig ausgefräst werden da hier die Kabeldurchführung des Masse-Kabel im Weg war.

Den Anschluss für den Schweißstrom habe ich intern direkt an den Drahtvorschubmotor gelegt, da der noch folgende Binzel-Zentralanschluss fest mit ihm verbunden ist. Schweißstromanschluss
Binzel-Zentralanschluss SGA 175 Turbo mit Binzel-Zentralanschluss

ein Binzel-Zentralanschluss gehört wohl zu jedem brauchbaren MIG/MAG-Schweißgerät.

Wichtig ist der genaue Einbau.

Besonderes Augenmerk ist darauf zu richten, dass der Binzel-Zentralanschluss exakt in der Flucht des Drahtvorschubes ist.

Eingebauter Binzel-Zentralanschluß
Elektrischer Anschluß Binzel-Zentralanschluss Der elektrische Anschluss des Binzel-Zentralanschluss.

Der Schweißstrom kommt ja wie bereits erwähnt über den Drahtvorschubmotor, aber... Der Binzel-Zentzalanschluss hat zwei Steuerleitungen am SGA 175 Turbo ist jedoch nur eine?
Schraube ich nun den originalen Brenner des SGA 175 Turbo einmal auf, sehe ich auch warum. Die Steuerleitung wird über den Taster direkt auf den Schweißstrom geführt. Daraus ergibt sich: Eine Steuerleitung des Binzel-Zentzalanschluss wird an die schon vorhandene Steuerleitung des SGA 175 Turbo geklemmt und die zweite wie hier zu sehen intern wieder an den Drahtvorschubmotor. (das dünne braune Kabel)

Es ergibt sich also über die Taster-Kontakte des Binzel-Zentzalanschluss ein Stromkreis vom Schweißstrom zum originalen Taster-Kontakt des SGA 175 Turbo.

...und hier noch das 4 Meter Schlauchpaket.

Ich Entscheide mich für ein MB25-kompatibles Schlauchpaket welches für 230 A bei CO² und 200 A bei Mischgas (ED 60%) zugelassen ist.
Ein MB15-kompatibles, welches für 180 A bei CO² und 150 A bei Mischgas (ED 60%) zugelassen ist, hätte auch noch für das SGA-175 Turbo gereicht aber das MB25-kompatible liegt mir, weil etwas größer, besser in der Hand.

Schlauchpacket MB25-kompatibel
der Umbau ist abgeschlossen Der Umbau ist abgeschlossen.

Tja... das ist es nun.

Der neue Drahtvorschubmotor befördert den Schweißdraht mühelos durch das 4 Meter Schlauchpaket welches mittels Binzel-Zentralanschluss mit dem SGA 175 Turbo verbunden ist.
Evtl. könnte man noch das Massekabel verlängern, was schnell erledigt ist und sicher keiner ausführlichen Beschreibung bedarf.